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Märklin soll bald ­verkauft werden

Berlin. Der Göppinger Modellbahnhersteller Märklin soll nach den Vorstellungen von Insolvenzverwalter Michael Pluta bereits im August oder September verkauft werden. Unter Zeitdruck stehe er aber nicht, sagte Pluta dem Tagesspiegel (Montagausgabe). »Die Gehälter für unsere Mitarbeiter verdienen wir jetzt selbst, also gibt es keinen unmittelbaren Handlungsdruck«. Märklin könne daher »theoretisch ewig in der Insolvenz bleiben«. Bisher verhandelt der Insolvenzverwalter nach eigenen Angaben mit sieben Investoren. Eine Investmentbank soll über die bereits vorhandenen Interessenten hinaus gezielt mögliche Investoren ansprechen, auch im Ausland. Finanzinvestoren hätten jedoch schlechte Chancen, den Zuschlag zu bekommen. »Ich will Märklin nur an jemanden verkaufen, der dauerhaft dabeibleiben will«, sagte Pluta dem Blatt. Der Modelleisenbahnhersteller mit Standorten in Göppingen, Nürnberg und dem ungarischen Györ hatte Anfang Februar Insolvenz angemeldet.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.06.2009, Seite 5, Inland

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