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Prozeß gegen ­Neonazi geplatzt

Passau. Der Prozeß vor dem Amtsgericht Passau gegen den bundesweit bekannten Neonazi Thomas Wulff wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist am Montag vorerst geplatzt. Der vorsitzende Richter wurde wegen Befangenheit abgelöst. Er hatte den Abschluß der Beweisaufnahme mit dem Wort »paßt« kommentiert. Die Verteidigung des Angeklagten wertete dies als Vorverurteilung ihres Mandanten und setzte sich damit durch. Noch am Morgen hatte Wulff gestanden, bei einer Trauerfeier für den Altnazi Friedhelm Busse dessen Sarg mit einer Hakenkreuzflagge bedeckt zu haben. Er und weitere Neonazis wurden daraufhin auf Betreiben des damaligen Passauer Polizeichefs Alois Mannichl hin festgenommen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.06.2009, Seite 5, Inland

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