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Rausschmiß aus Flüchtlingscamp

Berlin. Die Lage der Roma-Familien, die im Berliner Flüchtlingslager Motardstraße untergebracht waren, hat sich am Donnerstag überraschend verschärft. Nachdem Berlins Innensenator Erhardt Körting (SPD) bereits am Montag im Innenausschuß angekündigt hatte, daß die aus Rumänien geflohenen Familien »wieder nach Hause« müssen – machte der Senat am Donnerstag Ernst. Unter Androhung einer polizeilichen Räumung wurden die Roma aufgefordert, das Haus zu verlassen. Auch die vor einigen Tagen an Journalisten ausgesprochene Einladung, sich das Lager doch einmal persönlich anzusehen, hatte keinen Bestand mehr. Der Wachschutz erklärte, Journalisten hätten derzeit keinen Zutritt zum Gelände. Die zuständige Lagerleitung stehe für Anfragen nicht zur Verfügung. Mit einem von der Senatsverwaltung bestellten Bus wurden die Roma ins Bezirksamt Mitte gebracht, wo man ihnen – offenbar erfolglos – Geld für die Rückkehr nach Rumänien anbot.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2009, Seite 5, Inland

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