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Hergé-Museum

In der rund 20 Kilometer von Brüssel entfernten Universitätsstadt Louvain-La-Neuve ist am Samstag ein Hergé-Museum eröffnet worden. Im Mittelpunkt der Ausstellung über Belgiens berühmtesten Comiczeichner stehen die Abenteuer des Nachwuchsreporters Tim, der im französischsprachigen Original Tintin heißt, und immer einen weißen Foxterrier namens Struppi dabeihat. Zwei Dutzend »Tim und Struppi«-Bände hat Hergé gezeichnet. Sie wurden in mehr als 50 Sprachen übersetzt. Bürgerlich hieß Hergé Georges Rémi. Er ist ein gutes Vierteljahrhundert tot. Das Museum in Lovain-La-Neuve wirkt wie ein begehbarer Comic. Eine 75 Meter lange Holzbrücke führt direkt vom zentralen Marktplatz des Städtchens in die acht Säle voller Originalzeichnungen, Fotos und Filmausschnitte; darunter die Zeitung, in der »Tim und Struppi« das erste Mal öffentlich auftauchten, die Jugendbeilage der katholischen Brüsseler Zeitung Le Vingtième Siècle (Das Zwanzigste Jahrhundert) vom 10. Januar 1929. Es geht auch um Hergés Zusammenarbeit mit der Zeitung Le Soir, die während des Zweiten Weltkriegs von den Nazibesatzern kontrolliert wurde. Hergés Witwe Fanny und ihr zweiter Mann Nick Rodwell haben mit Verweis auf das Urheberrecht das Filmen und Fotografieren der Exponate untersagt. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2009, Seite 13, Feuilleton

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