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03.06.2009
- → Feuilleton
Hergé-Museum
In der rund 20 Kilometer von Brüssel entfernten
Universitätsstadt Louvain-La-Neuve ist am Samstag ein
Hergé-Museum eröffnet worden. Im Mittelpunkt der
Ausstellung über Belgiens berühmtesten Comiczeichner
stehen die Abenteuer des Nachwuchsreporters Tim, der im
französischsprachigen Original Tintin heißt, und immer
einen weißen Foxterrier namens Struppi dabeihat. Zwei Dutzend
»Tim und Struppi«-Bände hat Hergé
gezeichnet. Sie wurden in mehr als 50 Sprachen übersetzt.
Bürgerlich hieß Hergé Georges Rémi. Er ist
ein gutes Vierteljahrhundert tot. Das Museum in Lovain-La-Neuve
wirkt wie ein begehbarer Comic. Eine 75 Meter lange Holzbrücke
führt direkt vom zentralen Marktplatz des Städtchens in
die acht Säle voller Originalzeichnungen, Fotos und
Filmausschnitte; darunter die Zeitung, in der »Tim und
Struppi« das erste Mal öffentlich auftauchten, die
Jugendbeilage der katholischen Brüsseler Zeitung Le
Vingtième Siècle (Das Zwanzigste Jahrhundert) vom 10.
Januar 1929. Es geht auch um Hergés Zusammenarbeit mit der
Zeitung Le Soir, die während des Zweiten Weltkriegs von den
Nazibesatzern kontrolliert wurde. Hergés Witwe Fanny und ihr
zweiter Mann Nick Rodwell haben mit Verweis auf das Urheberrecht
das Filmen und Fotografieren der Exponate untersagt. (AFP/jW)
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