-
27.05.2009
- → Feuilleton
Das Geheimnis
In ihrer Sonntagausgabe hatte die FAZ einige triftige Gründe
gegen die Kandidatur des ägyptischen Kulturministers Faruk
Hosni für das Amt des UNESCO-Generalsekretärs ins Feld
geführt. Antisemitische Ausfälle Hosnis aus den letzten
Jahren ließen den Kandidaten als gänzlich ungeeignet
erscheinen. Am Dienstag berichtete die FAZ nun, daß die
israelische Regierung nichts mehr gegen Hosnis Kandidatur habe und
erklärte das mit einem »Geheimabkommen« zwischen
Benjamin Netanjahu und dem ägyptischen Staatspräsidenten
Hosni Mubarak vom 11. Mai. Was Israel als Gegenleistung
erhält, sei »noch nicht klar«. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
