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Zoff bei den Grünen

Berlin. Die Parteiführung der Grünen hat das Abstimmungsverhalten der niedersächsischen Grünen-Abgeordneten Silke Stokar bei der Bundespräsidentenwahl scharf kritisiert. Es handele sich offenbar um ein »Revanche-Foul«, sagte der Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Jürgen Trittin, am Montag in Berlin. Stokar war zuletzt bei der Listenaufstellung für den nächsten Bundestag in Niedersachsen gescheitert. Bei der Bundespräsidentenwahl am Samstag hatte die Grünen-Politikerin – gegen den Kurs ihrer Partei – für den Amtsinhaber Horst Köhler gestimmt.Die Fraktionsführung hatte empfohlen, die SPD-Kandidatin Gesine Schwan zu wählen. An diese Vorgabe habe sie sich nicht gebunden gefühlt, da sie keine Verabredungen mit der Linkspartei wolle, hatte Stokar ihre Entscheidung begründet. Köhler wurde mit 613 Simmen gewählt. Das ist die knappstmögliche absolute Mehrheit der 1224 Mitglieder in der Bundesversammlung.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.05.2009, Seite 5, Inland

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