-
22.05.2009
- → Inland
Ärztetag nimmt größte Zumutung zurück
Mainz. Nach einem Sturm der Entrüstung hat der Deutsche
Ärztetag am Donnerstag in Mainz einen erst zwei Tage zuvor
gefaßten Beschluß wieder aufgehoben. Darin war
gefordert worden, daß auch gesetzlich Krankenversicherte
ihren Arztbesuch zunächst aus der eigenen Tasche bezahlen und
die Kosten anschließend mit ihrer Krankenkasse abrechnen
müßten. Man sei zu der Erkenntnis gekommen, daß
man Menschen, die in »schwierigen Verhältnissen«
lebten, nicht zumuten könne, beim Arzt in Vorleistung zu
treten, sagte Ärztekammerpräsident Jörg-Dietrich
Hoppe zur Begründung. Trotz scharfer Kritik nicht revidiert
wurde der Beschluß, generell eine stärkere finanzielle
Eigenbeteiligung der Patienten einzufordern.
(AP/jW)
(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
