Aktionäre kanzeln Allianz-Führung ab
München. Unverschämtes Management, verantwortungsloser
Aufsichtsrat – dies sind die Vorwürfe, die
Allianz-Aktionäre der Führung des Finanzkonzerns machen.
Auf der Hauptversammlung des Versicherungsriesen am Mittwoch in
München hieß es, die Manager hätten das Unternehmen
mit der Dresdner Bank in ein Desaster geführt, 14 Milliarden
Euro vernichtet und gönnten sich heute trotzdem hohe
Sonderzahlungen: »Ich kann dieses Armutszeugnis nicht einfach
durchwinken«, sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) unter
großem Beifall der 4000 anwesenden Anteilseigner zum
Geschäftsbericht. Nach dieser schlechten Managementleistung
hätte der Vorstand eigentlich auf seine Boni verzichten
müssen, statt sie nur um ein Drittel zu kürzen.
Vorstandschef Michael Diekmann räumte ein: »Es gab
Fehlsteuerungen und Fehlanreize.«
Einen Teil davon hat die Bundesregierung mit Steuergeldern gutgemacht: Die desaströs wirtschaftende Dresdner Bank wurde von der Commerzbank gekauft, der Bund beteiligte sich mit Milliardensummen und Garantien. »Gratulation, daß Sie diesen Verkauf hinbekommen haben und auch noch Geld dafür bekommen haben«, sagte ein Aktionärsvertreter Richtung Allianz-Management.(AP/jW)
Einen Teil davon hat die Bundesregierung mit Steuergeldern gutgemacht: Die desaströs wirtschaftende Dresdner Bank wurde von der Commerzbank gekauft, der Bund beteiligte sich mit Milliardensummen und Garantien. »Gratulation, daß Sie diesen Verkauf hinbekommen haben und auch noch Geld dafür bekommen haben«, sagte ein Aktionärsvertreter Richtung Allianz-Management.(AP/jW)
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