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Hollywood und Hoyerswerda

Die DDR-Filmkultur wird auch von Andreas Dresen (»Sommer vorm Balkon«, »Wolke 9«) schmerzlich vermißt. »Die Filmkultur des Ostens hat sich nach dem Umbruch nicht nur verändert, sie ist verschwunden, ähnlich wie die meisten ihrer Protagonisten«, schreibt der in Gera geborene Regisseur in der Wochenzeitung Die Zeit. Es habe eine Vielzahl bemerkenswerter Kollegen gegeben, die nach dem Mauerfall keine Filme mehr drehen konnten: »Ein teilweise höchst produktiver künstlerischer Apparat zerstreute sich in alle Winde.« Die filmische Aufarbeitung der DDR-Geschichte sieht Dresen ebenfalls kritisch. Ein Film wie »Das Leben der Anderen« von Florian Henckel von Donnersmarck werde Schulklassen vorgeführt, als enthielte er historische Wahrheiten. »Dabei hat gerade dieser Film mit der DDR so viel zu tun wie Hollywood mit Hoyerswerda.« Der Film erzähle »das Märchen vom guten Menschen, der in jedem von uns steckt, auch im schlimmsten Stasidenunzianten».

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.04.2009, Seite 13, Feuilleton

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