Zum Inhalt der Seite

Schnarchmuseum

Josef Alexander Wirth ist Internist und Schlafmediziner. Hobbymäßig betreibt er im niedersächsischen Alfeld das erste deutsche Schnarchmuseum. Die bis zu 80 Dezibel lauten Schnarchgeräusche entstehen, wenn die Atemluft erschlafftes Gewebe des Zäpfchens und des Gaumens zum Schwingen bringt, erklärt er. In der Rückenlage falle der Zungenmuskel nach hinten und flattere ebenfalls. Viele Exponate sollen eine Rückenlage im Schlaf verhindern, sagt er und zeigt auf einen »Morgensterngürtel« aus dem 19. Jahrhundert. Daneben stehen Büsten prominenter Schnarcher (Churchill, Einstein, Napoleon...) und ein Elektroschockgerät, mit dem Schnarcher vor einigen Jahrzehnten noch für 1000 Mark »therapiert« wurden. Ein Patient hat das Gerät gestiftet. Es hatte ihm Verbrennungen an den Handgelenken zugefügt. Das Museum informiert auch über wirksame Methoden gegen das Schnarchen, das bei Übergewicht oder Alkoholkonsum lauter wird und ansonsten »ein lästiges Überbleibsel aus der Steinzeit« ist, so Wirth. Es sollte Tiere vertreiben.

(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 09.04.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!