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Fleisch gegen Sex

Schimpansenmännchen, die Weibchen mit erbeutetem Fleisch versorgen, haben deutlich bessere Chancen, sich mit ihnen zu paaren. Das haben Primatenforscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie herausgefunden. Ihre Ergebnisse stützen die Annahme, daß beide Seiten ein Tauschgeschäft »Fleisch gegen Sex« eingehen. In einem Nationalpark an der Elfenbeinküste ermittelten die Leipziger, daß »Männchen, die mit Weibchen ihre Jagdbeute teilen, ihren Paarungserfolg verdoppeln«, so die Anthropologin Cristina Gomes. Männchen, die nie von ihrer Beute abgaben, gingen leer aus. Gomes’ Kollege Christophe Boesch meint: »Die Ergebnisse unserer Studie werden einen Einfluß auf das haben, was wir heute über die Beziehungen zwischen Männern und Frauen wissen.« Die Studie wurde im Online-Journal PloS ONE veröffentlicht.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.04.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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