Zum Inhalt der Seite

Ex-Bankchef zahlt Abfindung zurück

Berlin. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Dresdner Bank, Herbert Walter, verzichtet nach massivem Druck aus der Politik auf seine Abfindung in Höhe von 3,6 Millionen Euro. Dies tue er »mit Rücksicht auf die massiven Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Dresdner Bank«, sagte Walter der Bild am Sonntag. Das Kreditinstitut hatte im vergangenen Jahr aufgrund von Abschreibungen im Investmentbanking mehr als sechs Milliarden Euro Verlust gemacht.

Am Freitag war bekanntgeworden, daß die neun Vorstände der Bank trotz des Verlusts eine Vergütung von insgesamt rund 58 Millionen Euro erhalten hatten. Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Oskar Lafontaine, forderte angesichts dessen einen Spitzensteuersatz von 80 Prozent für Topverdiener.

(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2009, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                       Kinderbeilage