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Coca-Cola mit Abfuhr in China

Peking. China hat die bisher größte Übernahme eines einheimischen Konzerns durch einen ausländischen Konkurrenten verhindert. Die Volkrepublik lehnte das Angebot des US-Brausegiganten Coca-Cola für den führenden chinesischen Fruchtsafthersteller Huiyuan ab, wie das Handelsministerium in Peking am Mittwoch mitteilte. Zur Begründung führte das Ministerium drohende Wettbewerbsverzerrungen und Nachteile für Verbraucher an. »Die Verbraucher wären gezwungen gewesen, höhere Preise und weniger Auswahl bei den Produkten hinzunehmen«, erklärte das Ministerium.

Der Huiyuan-Konzern steht für einige der bekanntesten Marken in der Volksrepublik und hat einen Marktanteil von rund 40 Prozent bei den Fruchtsäften in China. Das Übernahmeangebot von Coca-Cola hatte für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt, als es im vergangenen Jahr verkündet wurde. In China selbst wurde die Offerte scharf kritisiert: Die Huiyuan-Konkurrenten argumentierten, sie würden von Coca-Cola aus dem Markt verdrängt.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.03.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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