Zum Inhalt der Seite

Ausländer sollen Darfur verlassen

Khartum. Der sudanesische Staatschef Omar Al-Baschir hat die Ausweisung aller ausländischer Hilfsorganisationen binnen eines Jahres angekündigt. Er habe den Zuständigen für humanitäre Angelegenheiten gesagt, »daß wir in einem Jahr keine ausländische Hilfsorganisation mehr in dem Gebiet mit unseren Bürgern arbeiten lassen wollen«, sagte Baschir in bezug auf die Provinz Darfur am Montag vor Tausenden Soldaten in Khartum. Sudanesische Organisationen sollten statt dessen die Versorgung von Bedürftigen übernehmen. Wenn ausländische Organisationen Hilfe leisten wollten, müßten sie sie »am Flughafen abliefern«, fügte der Präsident hinzu.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.03.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!