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Leichtathletik: Bekloppt für 8,71

Turin. Deutsche Sportreporter machten Luftsprünge, als der 22jährige Wahlbremer Sebastian Bayer am Sonntag Gold bei den Hallen-EM holte. Bayer »sprang« gleichsam in Nachrichtensendungen, half Deutschlands angeschlagener Leichtathletik »auf die Sprünge«... – »Es war ein Wahnsinnssatz für Sebastian Bayer – und ein schöner Sprung nach vorn für Deutschlands fast totgesagte Leichtathletik«. Mit dieser Variation auf Neil Armstrong (Mondlandung 1969) hatte Herbert Czingon, neuer Cheftrainer im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), das rhetorische Sprungbrett feierlich eröffnet. Mit seinem Leistungssprung von 8,17 m auf 8,71 m ist Bayer, der 2005 noch einen dreifachen Mittelfußbruch zu beklagen hatte, auf die Nummer zwei in der ewigen Hallenweltbestenliste hinter Weltrekordler Carl Lewis (USA/8,79) gehüpft. Der Bundeswehr-Soldat sagte, er sei wie im Rausch gewesen, als er zum letzten Sprung ansetzte und gerade die Nationalhymne für die Hochspringerin Ariane Friedrich lief – da habe er Gänsehaut gehabt. Sein Trainer Joachim Schulz kommentierte den Sprung kurz und bündig: »Du bist bekloppt.«(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.03.2009, Seite 16, Sport

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