Zum Inhalt der Seite

Macho-Bischof

Eine Frauenorganisation hat den Vorsitzenden der französischen Bischofskonferenz zum »Macho des Jahres« gekürt. Kardinal André Vingt-Trois erhalte den Titel wegen einer sexistischen Bemerkung zu Frauen im Berufsleben, teilte die Gruppe Chiennes de garde (»Wachhündinnen«) am Freitag in Paris mit. Vingt-Trois beklagte demnach im November 2008 in Radio Notre-Dame, es sei schwierig, Frauen zu finden, die richtig ausgebildet seien. »Das Wichtigste ist es nicht, einen Rock zu tragen, sondern etwas im Kopf zu haben«, habe der Erzbischof von Paris gesagt. »Chiennes de garde« vergibt den Macho-Preis anläßlich des Internationalen Frauentages am 8. März zum ersten Mal. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2009, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!