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Paris mit Rückzieher bei Subventionen

Paris. Nach heftigen Protesten aus Europa hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy laut einem Pressebericht bei den Hilfen für die heimische Automobilindustrie einen Rückzieher gemacht. Die Regierung wolle nun keine schriftliche Zusicherung der Autobauer mehr, in den kommenden Jahren auf Werksschließungen in Frankreich zu verzichten, gab die Zeitung Le Figaro am Mittwoch Regierungskreise wieder. In der Vereinbarung solle im Gegenzug für ihre Milliardenhilfen nur ein »Minimum an Bedingungen« schriftlich festlegt werden. Dies stelle aus Sicht von Paris aber die moralische Verpflichtung der Hersteller, keine Werke zu schließen, nicht in Frage. Sarkozy hatte den Herstellern Renault und PSA Peugeot-Citroën wegen der Absatzkrise Anfang Februar jeweils zinsgünstige Kredite von drei Milliarden Euro zugesagt. Im Gegenzug sollten sie während der Darlehensdauer von fünf Jahren auf Werksschließungen verzichten. Insbesondere osteuropäische Länder wie Tschechien und die Slowakei, wo es französische Autowerke gibt, hatten dies als Aufforderung verstanden, bei ihnen den Rotstift anzusetzen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.02.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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