Kiel. Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen hat in Kiel der Prozeß gegen einen ehemaligen Landesvorsitzenden der schleswig-holsteinischen NPD begonnen. Der Angeklagte schwieg beim Verfahrensauftakt zum Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung, wie ein Sprecher des Landgerichts am Montag sagte. Im August soll der 35jährige bei einer Schlägerei zwischen mutmaßlichen Neonazis und »Hell’s Angels« ein Mitglied der Rockergruppe sowie einen weiteren Mann niedergestochen haben. Dem Prozeß zusätzliche Brisanz verliehen hatte vergangene Woche ein Vorfall im schleswig-holsteinischen Kaltenkirchen: Ein mutmaßlicher Anhänger der rechten Szene, der vor dem Landgericht als Zeuge aussagen sollte, wurde dort am Donnerstag abend angeschossen.
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