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Handball: Kroatien ambivalent

Zagreb. Als Frankreichs Kapitän Jerome Fernandez den Weltpokal in die Höhe reckte und seine Teamkollegen lautstark »We are the Champions« anstimmten, hatte der kroatische Superstar Ivano Balic seine Silbermedaille bereits abgegeben. Tief Enttäuscht hatte sich der Spielmacher die Plakette nach der 19:24-Finalniederlage bei der Siegerehrung in der Arena Zagreb nicht einmal umgehängt, sondern gleich seinem siebenjährigen Sohn Dino geschenkt. Die ganze kroatische Nation war auf den WM-Titel programmiert – am Ende mußte man die Überlegenheit der Franzosen anerkennen. Daher war die Trauer beim WM-Gastgeber auch schnell wieder überwunden. Am späten Sonntag abend feierten rund 100000 Fans ihre Handball-Spieler auf einer Bühne in der Innenstadt als hätten sie Gold geholt. »Nicht trauern, wir haben Silber«, titelte die Tageszeitung Jutarnji List. Für die Franzuosen war es der dritte WM-Titel nach 1995 und 2001. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2009, Seite 16, Sport

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