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Bayer AG verlangt ­Lohnverzicht

Düsseldorf. Wegen des Konjunktureinbruchs will der Bayer-Konzern in seiner Kunststoffsparte Berichten zufolge Gehaltskürzungen von bis zu zehn Prozent durchsetzen. Für den Lohnverzicht bei gleicher Arbeitsleistung solle eine Öffnungsklausel im Flächentarifvertrag verwendet werden, schreibt die Financial Times Deutschland. Ein Konzernsprecher erklärte am Donnerstag, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Im Gespräch ist demnach auch die Einführung von Kurzarbeit an den Standorten Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Brunsbüttel. Laut Rheinischer Post lehnt der Betriebsrat sowohl eine mögliche Lohnkürzung wie auch die Einführung von Kurzarbeit bei der Kunststoffsparte Material Science ab. »Es gibt auch andere Mittel, und wir werden alle Instrumente diskutieren«, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Thomas de Win der Zeitung. Der Betriebsrat fordert demnach, daß die renditestarken Gesundheits- und Agrarsparten die angeschlagene Kunststofftochter stützen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2009, Seite 5, Inland

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