Zum Inhalt der Seite

Razzia im NPD-Verlag

Dresden. Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Freitag den NPD-Verlag »Deutsche Stimme« im sächsischen Riesa durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen in Dresden mitteilten, wurden unter anderem DVDs, Bücher, CDs und T-Shirts beschlagnahmt. Es wird wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz ermittelt. Auslöser für die Durchsuchungsaktion war der vom Verlag vertriebene Jahreskatalog mit dem Titel »Germaniens Freiheit«. An der Durchsuchung beteiligten sich rund 40 Beamte von Staatsanwaltschaft, LKA, Polizei und Bereitschaftspolizei. Das Verlagshaus der neofaschistischen NPD war bereits 2003 durchsucht worden. Damals wurden mehrere tausend CDs beschlagnahmt. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.01.2009, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!