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China: 60 Festnahmen nach Milchpulverskandal

Peking. Nach dem Skandal um verseuchtes Milchpulver sind in China 60 Menschen festgenommen worden. Den Festgenommenen werden »die Produktion und der Verkauf vergifteter und gefährlicher Nahrungsmittel« vorgeworfen, wie das Ministerium für öffentliche Sicherheit am Freitag auf seiner Website mitteilte. Der Skandal um mit der Industriechemikalie Melamin versetztes Milchpulver war im September aufgeflogen. Nach amtlichen Angaben starben in China sechs Babys, rund 300000 Kleinkinder erkrankten. Nach Bekanntwerden des Skandals wurden in China bislang 21 Menschen angeklagt, einigen von ihnen droht Berichten zufolge die Todesstrafe. Mehr als 20 Unternehmen in der Volksrepublik hatten ihren Produkten Melamin beigemischt, das normalerweise bei der Plastikherstellung verwendet wird. Die Chemikalie sollte nach bisherigen Erkenntnissen einen höheren Proteingehalt des Milchpulvers vortäuschen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.01.2009, Seite 11, Ausland

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