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Obdachlose Frau in Zelt erfroren

Berlin/Igel. Bei Nachtfrost ist eine 58jährige Obdachlose in Igel (Kreis Trier-Saarburg) in ihrem Zelt erfroren. Ihr Begleiter fand sie am Donnerstag morgen tot vor. Nach Polizeiangaben hatte ein Hotelbesitzer der Frau und ihrem Freund zuvor angeboten, die Kältewelle kostenlos in einem seiner Zimmer zu überbrücken. Die beiden hätten das Angebot ausgeschlagen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) hat in diesem Winter in Deutschland – noch vor dem Einbruch der Eiseskälte – bereits vier Erfrorene gezählt. Die stellvertretende Geschäftsführerin Werena Rosenke befürchtet, daß es jetzt noch mehr werden. »Viele Obdachlose sind gesundheitlich ohnehin bereits angeschlagen«, sagt sie. Die BAGW geht davon aus, daß zur Zeit etwa 18000 Menschen in der BRD auf der Straße leben.
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Der ostdeutsche Sozialverband Volkssolidarität hat angesichts der Kältewelle die Angebote der Armen- und Obdachlosenhilfe ausgedehnt. Bundesgeschäftsführer Bernd Niederland sagte am Donnerstag in Berlin, Einrichtungen wie Suppenküchen und Nachtasyle hätten jetzt länger geöffnet. Auch viele Städte setzen vermehrt »Kältebusse« ein und öffnen U-Bahnhöfe für Obdachlose.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.01.2009, Seite 4, Inland

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