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Darf Lucy Redler in die Linkspartei?

Berlin. Die Partei Die Linke verkündet am heutigen Donnerstag ihre Entscheidung über die Aufnahme der ehemaligen Spitzenkandidatin der Berliner Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG), Lucy Redler. Die Schiedskommission war Ende Oktober auf Antrag des WASG-Mitbegründers und stellvertretenden Bundeschefs der Linken, Klaus Ernst, angerufen worden. Ernst hatte gegen den Eintritt Redlers und ihres Mitstreiters Sascha Stanicic angeführt, beide hätten bewiesen, daß sie nicht bereit seien, die »Mindestanforderungen an innerparteiliche Solidarität und Geschlossenheit zu erfüllen«. Die bekennende Sozialistin war die schärfste Kritikerin der Fusion von WASG und Linkspartei. Die Wahlalternative war bei der Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2006 gegen den Willen ihres Bundesvorstands in Konkurrenz zur Linkspartei angetreten.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2009, Seite 5, Inland

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