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Virus gegen Goliath

Die schwergewichtigen Sumoringer leben und trainieren traditionell in »Ställen« (japanisch: heya). Dort haben sie häufig engen Hautkontakt. Ein aggressives Virus, das Ganzkörperherpes auslöst und über die bloße Haut in den Körper eindringt, gedeiht unter diesen Umständen besonders gut. Viele Ringer kämpfen mit der verschärften Form einer Krankheit, die seit der Antike als »Herpes gladiatorum« bekannt ist. Zu den Symptomen gehören Bläschen-Ausschlag, Fieber, Halsschmerzen und geschwollene Lymphknoten. In Blutproben von 39 Sumoringern aus acht Ställen wurde das Virus vom Team um Kazuo Yanagi von National Institute of Infectious Diseases in Tokio entdeckt, wie das Magazin Geo in seiner Januar-Ausgabe berichtet. Zwei japanischen Ringern hat es bereits den Tod gebracht. Um die weitere Verbreitung zu verhindern, bleibt vorerst nur ein Test auf den Erregerstamm im Blut: Ist die Probe positiv, wird der Sportler vom Wettkampf ausgeschlossen.

(ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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