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Doping: Ausrede Nummer 10

Ottawa. Nach dem Doping-Befund zum Tod des russischen Eishockeyspielers Alexej Tscherepanow hat sich der Weltverband IIHF gegen einen Dopinggeneralverdacht gewehrt. Der IIHF veröffentlichte am Dienstag die Bilanz der Dopingkontrollen der vergangenen Jahre. Demnach habe es zwischen 2003 und 2008 bei 1298 internationalen Wettkämpfen lediglich zehn positive Proben gegeben. Zusätzlich führten die Antidopingagenturen zwischen 2004 und 2007 noch einmal 14 506 unangemeldete Trainingskontrollen mit 56 positiven Befunden durch.

Vor zwei Monaten war Tscherepanow in der Partie seines Klubs Awangard Omsk gegen Witias Tschechow im letzten Drittel zusammengebrochen und anschließend im Krankenhaus gestorben. Am Montag kam das Ergebnis der Pathologie: Demnach hatte Tscherepanow vor dem Spiel leistungssteigende, »verbotene Substanzen« zu sich genommen. Er galt als eines der größten russischen Eishockeytalente der Gegenwart, hätte aber laut Befund wegen einer chronischen Herzmuskelentzündung gar nicht als Profisportler spielen dürfen. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.12.2008, Seite 16, Sport

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