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20.11.2008
- → Natur & Wissenschaft
Geplündertes Akw
Gehäuft auftretende Geburtsdefekte und Krebsfälle in der nordirakischen Provinz Ninevah werden von Gesundheitsexperten auf das vor vier Jahren stillgelegte Kernkraftwerk Edayah zurückgeführt. Das Kraftwerk, etwa 400 Kilometer nördlich von Bagdad und 35 Kilometer westlich der Ninevah-Hauptstadt Mosul, wurde Anfang der 80er Jahre von europäischen und russischen Firmen im Auftrag der damaligen Regierung Saddam Husseins gebaut. Im Chaos nach der US-Invasion vor fünf Jahren wurde die Anlage geplündert. Alles, was sich verkaufen ließ, kam auf den Markt. »Bis heute nutzen die Menschen in der Umgebung Fässer, Becken, Metallrohre und Sanitärausrüstung aus dem Kraftwerk«, so Abdul-Majid al-Nuaimi, Vorsitzender des Gesundheits- und Umweltausschusses von Ninevah, gegenüber dem UN-Nachrichtendienst IRIN. (IPS/jW)
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