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McCain korrupt

Der US-amerikanische Bestseller-Autor John Grisham wirft dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain vor, in ein System von Korruption verstrickt zu sein. In der aktuellen Brigitte urteilt Grisham über McCain: »Nehmen Sie beispielsweise Ölbohrungen in Naturschutzgebieten. McCain war zunächst dagegen, nun ist er dafür, wegen der Öllobby. Und wenn der Senat darüber abstimmt, ob man Offshore-Bohrungen zulassen sollte, dann schauen Sie mal auf die Summen, die Ölkonzerne wie Exxon oder Chevron den Senatoren gespendet haben. Und raten Sie mal, wofür die Abgeordneten dann stimmen. Dies ist nicht illegal, weil wir dieses System legalisiert haben. Aber es ist korrupt, es dreht sich alles ums Geld, mit dem die Politiker manipuliert werden.« Allgemein philosphierte Grisham: »Geld und Erfolg erlauben einem nur, der Mensch zu sein, der man ohnehin ist: Wenn man sich auch um das Wohl anderer Menschen sorgt, dann kann man sein Geld dafür einsetzen. Auf der anderen Seite macht Geld aus einem Arschloch ein richtig fieses Arschloch.« (ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2008, Seite 12, Feuilleton

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