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In Katzhütte hat sich nichts getan

Hamburg. Am 3. Oktober besuchte eine 87köpfige Delegation der »Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen«, die inzwischen seit zehn Jahren aktiv ist, u.a. das Sammellager im thüringischen Katzhütte. Ihr Fazit: Trotz monatelanger Proteste von dort kasernierten Flüchtlingen und entgegen allen Verlautbarungen des Landrats­amtes hat sich an den dortigen Zuständen nichts geändert. Die durchgeführten Reparaturen an einigen Gebäuden zeigten lediglich den Willen der Landrätin, das erbärmliche Lager zu erhalten, erklärte die Karawane am Dienstag in einer Pressemitteilung. Noch immer lebten Kinder unter einer massiven psychischen Dauerbelastung in dem Lager, so der Bericht. Neben den Familien seien besonders kranke und alte Menschen im Lager in einer verzweifelten Situation. Die Behauptungen der Landrätin Marion Philipp am 5. Oktober, in Katzhütte gäbe es eine komplette Infrastruktur vom Bahnanschluß über einen Arzt bis zu Kindergarten und Grundschule, »was in jeder Hinsicht der Wohn- und Lebensqualität unserer Mitbürger entspricht«, entlarve ihre Unfähigkeit zu gesellschaftlicher Verantwortung.

Die Karawane erneuerte ihre Forderung nach sofortiger Schließung des Lagers. Den Flüchtlingen müsse der Umzug in normale Wohnungen ermöglicht werden. Am Dienstag nachmittag sollten auch Mitglieder des Thüringer Petitionsausschusses eine Ortsbesichtigung des Lagers durchführen.
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(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.10.2008, Seite 15, Antifaschismus

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