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Alkoholbabys

Schädigungen bei Babys in Folge des Alkoholkonsums der Mutter während der Schwangerschaft sind nach Ansicht von Experten schwer zu erkennen. »Viele Kinder- und Frauenärzte haben Probleme mit der Diagnose«, sagte der Berliner Medizinprofessor Hans-Ludwig Spohr anläßlich des »Tages des alkoholgeschädigten Kindes«. Da die Symptome des sogenannten Fetalen Alkoholsyndroms (FAS) vielfältig seien und oft ebenso mit anderen Erkrankungen in Zusammenhang stünden, erschwere das das Finden der Ursache. Die Folge sei, daß Eltern ohne Ergebnis von einem Facharzt zum nächsten geschickt würden. Dabei sei das FAS die häufigste Behinderung bei Neugeborenen. Die Aus- und Fortbildung von Ärzten, Hebammen und Krankenpflegern müsse daher verbessert werden. Wichtig sei es, Alkoholprobleme von Frauen rechtzeitig zu erkennen. »Je früher das Trinken in der Schwangerschaft unterbrochen wird, desto besser sind die Chancen, die Spätfolgen zu minimieren«, sagte Spohr. Jedes Jahr kommen nach Angaben der Bundesregierung 10000 Babys mit Alkoholschäden zur Welt. 4000 von ihnen weisen schwere körperliche und geistige Behinderungen auf. Das Alkoholsyndrom reicht von Verhaltensauffälligkeiten über leichte bis hin zu schweren körperlichen und geistigen Behinderungen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.09.2008, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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