Zum Inhalt der Seite

Weiter Kritik an Einbürgerungstest

Berlin. Anläßlich des Inkrafttretens der Verordnung zum Einbürgerungtest erneuterten Politiker von SPD und Grünen am Montag ihre Kritik an dem Fragenkatalog. Der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages,Sebastian Edathy (SPD) nannte ihn »eklatant mängelbehaftet«. Es gäbe diverse »falsche Antworten, irreführende oder irrelevante Fragen sowie unstimmige Fragen und Antworten«. Dennoch sei der Bundesinnenminister »nicht bereit, die objektiven Mängel abzustellen«, sagte Edathy der Berliner Zeitung. Die Grünen-Bundestagsfraktion kritisierte unter anderem, daß das inhaltliche Niveau der Testfragen häufig zu hoch sei und bei einigen Aufgaben mit einer irreführenden Fragetechnik gearbeitet werde. Außerdem werde in dem Test teilweise »die konservative Idee einer christlichen Leitkultur« transportiert. (AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.09.2008, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!