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02.09.2008
- → Ausland
Anbar: symbolische Übergabe
Bagdad. Die US-Streitkräfte haben die Kontrolle über die westirakische Provinz Anbar an die Sicherheitskräfte der Bagdader Regierung übergeben. Westliche Nachrichtenagenturen bezeichneten den Schritt »als Meilenstein in der Befriedung des Landes und dem geplanten US-Truppenrückzug aus dem Irak«. »Dieser Krieg ist noch nicht vorbei, aber er wird gewonnen – und das in erster Linie von der Bevölkerung in Anbar«, sagte der US-Generalmajor der Marineinfanterie, John Kelly.
Die Übergabe der Wüstenprovinz an die irakische Armee bedeutet nicht, daß die derzeit dort stationierten 25000 US-Marineinfanteristen vollständig Anbar verlassen werden. Angeblich werden sie aber den Patrouillendienst zurückfahren und sich auf die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte konzentrieren, hieß es.
Anbar ist die elfte von 18 irakischen Provinzen, die wieder unter irakischer Kontrolle steht. Ihre Stadt Falludscha war 2004 bei zwei Großangriffen von US-Truppen in Schutt und Asche gelegt worden. Bei den mehrwöchigen Bombardements der Stadt starben Tausende Iraker. Nach eigenen Bekundungen wollte die US-Führung damit an der Bevölkerung »ein Exempel statuieren«.
(AP/jW)
Die Übergabe der Wüstenprovinz an die irakische Armee bedeutet nicht, daß die derzeit dort stationierten 25000 US-Marineinfanteristen vollständig Anbar verlassen werden. Angeblich werden sie aber den Patrouillendienst zurückfahren und sich auf die Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte konzentrieren, hieß es.
Anbar ist die elfte von 18 irakischen Provinzen, die wieder unter irakischer Kontrolle steht. Ihre Stadt Falludscha war 2004 bei zwei Großangriffen von US-Truppen in Schutt und Asche gelegt worden. Bei den mehrwöchigen Bombardements der Stadt starben Tausende Iraker. Nach eigenen Bekundungen wollte die US-Führung damit an der Bevölkerung »ein Exempel statuieren«.
(AP/jW)
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