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Postbank: Ver.di will Garantien

Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di drängt angesichts des bevorstehenden Verkaufs der Postbank auf Beschäftigungszusagen für die rund 21000 deutschen Postbank-Mitarbeiter. »Wir sind gegen einen Verkauf der Postbank. Aber sollte diese Frage doch anders entschieden werden, werden wir uns vehement für langfristige Beschäftigungsgarantien einsetzen«, sagte Andrea Kocsis, stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Vize-aufsichtsratsvorsitzende der Postbank-Konzernmutter Post der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag.

Interesse an der Post-Tochter werden der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Allianz-Tochter Dresdner Bank nachgesagt. Darüber hinaus gelten auch mehrere ausländische Kreditinstitute wie die spanische Santander als potentielle Bieter. Sollte es zu einer deutschen Lösung kommen, befürchtet ver.di einen Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen. »Wenn es zu einem Verkauf kommen muß, würden wir eindeutig eine Lösung mit einem ausländischen Partner bevorzugen«, betonte Kocsis deshalb.
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(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.06.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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