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Kein Strafverfahren gegen Pierer

München. Dem ehemaligen Siemens-Chef Heinrich von Pierer droht in der Schmiergeldaffäre ein Bußgeld von bis zu einer Million Euro. Die Staatsanwaltschaft München gab am Freitag die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens wegen »Verletzung der Aufsichtspflicht« bekannt. Die Unternehmensleitung hätte alles tun müssen, um Straftaten im Betrieb zu verhindern. Anhaltspunkt für ein Straftat gebe es bei Pierer aber nicht. Auch gegen weitere ehemalige Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat« sei ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nach einem Bericht des Handelsblatts dringen Siemens-Aufsichtsräte auf Schadenersatzforderungen gegen Pierer. Dem Kontrollgremium seien mindestens drei Korruptionsfälle vorgelegt worden, in denen Pierer nicht ordnungsgemäß gehandelt und seine Pflichten verletzt habe.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.05.2008, Seite 1, Inland

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