-
07.04.2008
- → Inland
Libyen-Affäre: Keiner wußte was
Berlin. Nach dem Bundesnachrichtendienst (BND) hat auch das Auswärtige Amt (AA) jede Verwicklung in die Libyen-Affäre zurückgewiesen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Sonntag in Berlin, die deutsche Botschaft in Tripolis habe die Aktivitäten eines privaten deutschen Sicherheitsunternehmens zur Ausbildung von Polizisten und anderen Personen »in keiner Weise unterstützt«. Der Kontakt eines AA-Angehörigen zum Chef des Unternehmens sei nur »flüchtiger Art« gewesen. Für das Unternehmen hatten deutsche Polizeibeamte und Soldaten gearbeitet.
Der BND hatte bereits am Samstag jede Verwicklung in die Affäre zurückgewiesen. Bild am Sonntag berichtete, die Schulung stehe womöglich im Zusammenhang mit Libyens Hilfe bei der Befreiung der deutschen Familie Wallert aus der Geiselhaft auf den Philippinen im Jahr 2000.(ddp/AFP/jW)
Der BND hatte bereits am Samstag jede Verwicklung in die Affäre zurückgewiesen. Bild am Sonntag berichtete, die Schulung stehe womöglich im Zusammenhang mit Libyens Hilfe bei der Befreiung der deutschen Familie Wallert aus der Geiselhaft auf den Philippinen im Jahr 2000.(ddp/AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland