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Libyen-Affäre: Keiner wußte was

Berlin. Nach dem Bundesnachrichtendienst (BND) hat auch das Auswärtige Amt (AA) jede Verwicklung in die Libyen-Affäre zurückgewiesen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Sonntag in Berlin, die deutsche Botschaft in Tripolis habe die Aktivitäten eines privaten deutschen Sicherheitsunternehmens zur Ausbildung von Polizisten und anderen Personen »in keiner Weise unterstützt«. Der Kontakt eines AA-Angehörigen zum Chef des Unternehmens sei nur »flüchtiger Art« gewesen. Für das Unternehmen hatten deutsche Polizeibeamte und Soldaten gearbeitet.

Der BND hatte bereits am Samstag jede Verwicklung in die Affäre zurückgewiesen. Bild am Sonntag berichtete, die Schulung stehe womöglich im Zusammenhang mit Libyens Hilfe bei der Befreiung der deutschen Familie Wallert aus der Geiselhaft auf den Philippinen im Jahr 2000.(ddp/AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2008, Seite 1, Inland

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