Zum Inhalt der Seite

DGB fordert neues Datenschutzgesetz

Osnabrück. Nach den jüngsten Ausspähaktionen gegen Mitarbeiter bei Lebensmittelunternehmen fordert der DGB Gesetze zum Datenschutz für Beschäftigte. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung (Donnerstagausgabe), es sei »bedauerlich, daß erst Ungeheuerlichkeiten à la Lidl geschehen müssen, damit die politisch Verantwortlichen die Forderungen nach einem Datenschutzgesetz für Beschäftigte ernst nehmen«. Die Gewerkschaften würden ein solches Gesetz seit Jahren fordern.
Dabei gehe es um mehr als Videoüberwachung, betonte Sehrbrock. »Es geht auch um die Grenzen der Datenerhebung und -speicherung im Arbeitsverhältnis – vom Internet bis zu Filtersystemen von E-Mails«. Zu den gesetzlichen Regeln müsse auch der Schutz von Informanten gehören. »Oft sind es diese ›Helden des Alltags‹, die dafür sorgen, daß unsaubere Methoden öffentlich werden«, betonte die DGB-Vize. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.04.2008, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!