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Juristische Ohrfeige für HVB und Unicredit

München. Die Rechte der Kleinaktionäre der HypoVereinsbank (HVB) sind beim Verkauf der profitablen Bank Austria an die italienische Unicredit laut einem Urteil mißachtet worden. Das Landgericht München erklärte den Verkaufsbeschluß der HVB-Hauptversammlung vom Oktober 2006 am Donnerstag für nichtig. Die italienische Großbank Unicredit hatte sich nach der Übernahme der HVB deren Tochter Bank Austria für 12,5 Milliarden Euro übertragen lassen. Vor der Abstimmung auf der HVB-Hauptversammlung seien die verbliebenen HVB-Kleinaktionäre aber nicht ausreichend über den »verdeckten Beherrschungsvertrag« zwischen Unicredit und HypoVereinsbank informiert worden, urteilte das Landgericht. Die HVB erklärte, sie werde wahrscheinlich Berufung beim Oberlandesgericht einlegen. Die Übertragung sei von dem Urteil ohnehin nicht berührt. Unicredit besitzt 95,4 Prozent der HVB-Aktien. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.02.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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