Gegründet 1947 Freitag, 23. Oktober 2020, Nr. 248
Die junge Welt wird von 2422 GenossInnen herausgegeben

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2.500 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Einsendungen bitte an: leserbriefe@jungewelt.de

Nur Leserbriefe, die an diese Mailadresse geschickt werden, werden von uns berücksichtigt!

Per Post: junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin, Kennwort: Leserbriefe

 

Leserbrief zum Artikel Faschismus: Der Dammbruch vom 08.02.2020:

Auf den Punkt gebracht

Was Felix Bartels in seinem Artikel schreibt, bringt die Sache auf den Punkt! So sieht eine marxistische Analyse aus, die eben nur in einer Tageszeitung wie der jungen Welt stehen kann und viel öfters stehen müsste. Es ist eben kein Wert an sich, wenn es in Bundestag, Landtag, Bürgerschaft, Senat, Stadtrat oder wo auch immer Abgeordnete einer Partei gibt, die sich Die Linke nennt. Was bedeutet eigentlich dieser Name? Die linke Hand von wem, die linke Wange von wem, der bei Bedarf auch die rechte noch hinhält? Die lächerlichen Vorfälle in Erfurt und anschließend natürlich in Berlin und den Landeshauptstädten zeigen doch nur eins: Wenn sich grundsätzlich nichts ändert, bleibt alles beim alten. Bodo Ramelow und Die Linke stehen bereit, um sich von Abgeordneten der CDU und FDP – hierzu hat er gerade aufgefordert – zum ordentlichen Ministerpräsidenten machen zu lassen. Wenn’s gelingt, ist ja alles wieder im Lot und »der Damm« geflickt … Und das wirklich Wichtige erneut unterm Teppich verschwunden.
Uwe Nebel, Mannheim
Veröffentlicht in der jungen Welt am 02.03.2020.
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Richtig Brecht

    Die »Takte« des Genossen Felix Bartels über die Linkspartei in der Wochenendausgabe waren von auch in der jW so nur selten zu lesender hoher Qualität, dafür herzlichen Dank! Allerdings hätte er das fr...
    Ronald Brunkhorst, Kassel
  • Finger in die Wunde

    Der Autor legt den Finger in die Wunde beschwichtigender Selbstvergewisserung und erinnert daran, dass defensive Reaktionen der faschistischen Gefahr erst recht Brennstoff geben. So unbeliebt seine Be...
    Stefan Kroll
  • Sprache der Leute sprechen

    Dem Leserbrief »Sozialfaschismus lässt grüßen« kann ich nur zustimmen. Wenn man zu 100 Prozent all seine Thesen durchbringen will, ohne auch nur ein Paar Kompromisse eingehen zu wollen, wird das nich...
    Harald Möller, Velbert
  • Ätzende Kritik

    »Es sind nicht die Nazis, die Sorge bereiten.« Ach nee! Bartels möchte also, wenn man es auf den Punkt bringt, dass wir alle riskieren, dass sich 1933 wiederholt. »Geschichte wiederholt sich nicht«, s...
    Volker Wirth, Berlin
  • Sozialfaschismus lässt grüßen

    Habe ich richtig gelesen? »Es sind nicht die Nazis, die Sorgen bereiten, das viel größere Problem bedeutet eine Linke …, die verlernt hat, kommunistische Ideen ohne Scham auszusprechen.« Sozialfaschis...
    Ursula Möllenberg
  • Wie wahr

    Wie wahr! Das war mein erster Gedanke, nachdem ich »die paar Takte zu Thüringen« von Felix Bartels gelesen hatte....
    Hans Reinhardt, Glashütten