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Leserbrief zum Artikel Faschismus: Der Dammbruch vom 08.02.2020:

Sprache der Leute sprechen

Dem Leserbrief »Sozialfaschismus lässt grüßen« kann ich nur zustimmen. Wenn man zu 100 Prozent all seine Thesen durchbringen
will, ohne auch nur ein Paar Kompromisse eingehen zu wollen, wird das nichts mit der Revolution. In einer vielfältigen Gesellschaft gibt es halt nicht nur Leute aus vielen verschiedenen Herkunftsländern, vielfältige Sexualität etc., sondern auch vielfältige Denk- und Handlungsweisen. Ohne dies zu berücksichtigen, wird man nie die vielbeschworenen »Massen« für sich gewinnen können. Im 19. Jahrhundert oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts mag dies noch möglich gewesen sein. Heute, im Zeitalter der Globalisierung/der »einen Welt«, je nach Sichtweise, ist dies nicht mehr möglich. Zudem verstört sicherlich viele potentielle Anhänger die für viele Arbeiter unverständliche Sprache. Will man die »Massen« erreichen, muss man auch die Sprache der Massen sprechen. Langatmige theoretische Abhandlungen sind da eher der Sache abträglich. Zudem müssten die Artikel so geschrieben sein, dass man sie ohne viel Vorkenntnisse verstehen kann.
Harald Möller, Velbert
Veröffentlicht in der jungen Welt am 12.02.2020.
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