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Baugewerkschaft warnt vor EU-Deregulierung

Wien. Die österreichische Gewerkschaft Bau, Holz (GBH) hat die geplante Einführung einer elektronischen EU-Dienstleistungskarte kritisiert. »Sollte die EU-Dienstleistungskarte für Selbständige so kommen, werden es ausländische ›schwarze Schafe‹ in Zukunft noch leichter haben, österreichische Unternehmen vom Markt zu verdrängen«, sagte der GBH-Chef Josef Muchitsch. Mit der Einführung der Karte sei eine Deregulierung des Arbeitsmarktes verbunden. Die Unternehmer würden es bei deren Ausstellung nur mit den Behörden ihres jeweiligen Landes zu tun haben, österreichischen Stellen seien die Hände gebunden. »Ein Heer von ›Einzelunternehmern‹ würde mit Dumpingkonditionen jeden seriösen Wettbewerb zerstören«, so Muchitsch. Mit der Dienstleistungskarte soll es unter anderem Bauunternehmen erleichtert werden, Verwaltungsformalitäten zu erfüllen, die für das Anbieten entsprechender Arbeiten in den EU-Staaten notwendig sind. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.02.2017, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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