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Zwangsprostituierte: Kampf geht weiter

Seoul. Nach der Einigung zur Entschädigung der südkoreanischen Zwangsprostituierten im Zweiten Weltkrieg haben Überlebende gegen das Abkommen mit Japan protestiert. »Der Kampf geht weiter«, sagte die 88jährige Lee Yong am 30. Dezember vor 250 Demonstranten vor der japanischen Botschaft in Seoul. »Wir werden weiter kämpfen, um Japan dazu zu bringen, offizielle und rechtliche Verantwortung zu übernehmen und sich zu entschuldigen.«

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hatte zwei Tage zuvor den Opfern seine »Entschuldigung« ausgesprochen (siehe jW vom 29.12.). Zugleich sagte Japan zu, den 46 südkoreanischen Überlebenden eine Milliarde Yen (7,6 Millionen Euro) zu zahlen. Während des Zweiten Weltkriegs hatte Japan Hunderttausende Frauen aus Korea, China und anderen besetzten Ländern zur Prostitution in japanischen Militärbordellen gezwungen. In Südkorea wurde unter anderem kritisiert, dass Seoul im Rahmen des Abkommens zugesagt hat, eine Statue vor der japanischen Botschaft, die an die Zwangsprostituierten erinnert, an einen anderen Ort zu verlegen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2016, Seite 15, Feminismus

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