Volkswirte, Analysten und Finanzmarktexperten stehen auf der Verkaufsseite. Ihre Tätigkeiten fallen im weitesten Sinne unter die Werbebranche. Sie sind Marketing oder, wie man früher sagte, Reklame.
Herrn Erdogans wirtschaftspolitischer Kurs ist in der Tat unorthodox. Tatsächlich gilt: Wer die Inflation bekämpfen will, darf die eigene Währung nicht abrutschen lassen.
Das globale Finanzkapital mobilisiert über die »Glasgow Financial Alliance for Net Zero« Billionensummen für das Klimaziel Nettonull. Kritiker monieren indes, die Festlegungen seien vage formuliert.
Worüber die Damen und Herren des Zentralbankrates denn zwei Tage lang diskutiert hätten, wurde Frau Lagarde gefragt. Sie: »Inflation, Inflation, Inflation.«
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, hat um die vorfristige Beendigung seines Anstellungsvertrages zum Jahresende nachgesucht. Fahnenflucht in Zeiten der höchsten Not?
Man kann annehmen, dass die Herrschaften, die gerade das Regierungsprogramm einer Ampelkoalition aushandeln, auch über eine zukunftsfeste Alterssicherung der Bevölkerung nachdenken.
Die Bedienung der Schulden wird in jedem Fall gewährleistet. Die Gläubiger der USA können ruhig schlafen. Für die US-Bürger ist die Sache weniger erfreulich, für die Staatsangestellten noch weniger.
Eine sichere Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen gilt als zentrale Aufgabe imperialistischer Staaten. Dass die EU (und die sie tragenden Regierungen) hier glatt versagt hat, ist offensichtlich.
Ein Zittern ließen die Aktienmärkte zu Beginn der vergangenen Woche erkennen: Der Dow Jones verzeichnete den größten Tagesverlust sei Mai. Evergrande – der größte Immobilienentwickler Chinas – schien pleite zu gehen.
Laut FAZ sind deutsche Kapitalisten mit der Regierungarbeit unzufrieden. Natürlich wenden sich solche Kritiker nicht gegen die Privatisierungsaktionen in der Infrastruktur des Landes.
Ein Ende der üppigen Geldversorgung und Staatsfinanzierung durch die EZB habe niemand im Zentralbankrat gefordert, erst recht nicht eine Anhebung des Leitzinses von derzeit und unverändert null.
Die Frage, wieviel Verschuldung sich das Weltkapital leisten kann, wird nicht diskutiert. Dabei tritt der Überfluss an Geld deutlich zutage, wenn die Krise in den Zwischenperioden wie gerade jetzt besänftigt ist.
Der letzte »Autogipfel« der Nochkanzlerin und Nochregierung fand am vergangenen Mittwoch statt. Geeinigt wurde sich auf ein »milliardenschweres Abschiedsgeschenk« der Bundesregierung an die Konzerne.
Die hochgeschätzte Firma Apple aus dem kalifornischen Städtchen Cupertino hat beschlossen, eine Reihe von Anleiheemissionen von gerade mal 6,5 Milliarden US-Dollar zu begeben.
So etwas nennt man Hochkonjunktur. Die beiden größten Rohstoffkonzerneaußerhalb des riesigen Erdölsektors – Rio Tinto und BHP – schütten satt Dividende aus.
Die Beschlüsse des Zentralbankrats der EZB am Donnerstag waren alles andere als spektakulär: Der Leitzins (zu dem sich Banken regulär Geld bei der EZB leihen können) bleibt bei null Prozent.
Dem größten Vermögensverwalter des von der Klimakrise bedrohten Globus, der Fondsfirma Blackrock, geht es gut. Im 2. Quartal hat sie den Gewinn im Vorjahresvergleich um 28 Prozent auf 1,55 Milliarden US-Dollar erhöht.