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Zwanzig Jahre, mein Kreuzberg, sind eine lange Zeit. Nirgendwo habe ich länger gelebt. Nun aber gehst Du mir an die Substanz. Ich bin Deiner müde. Deine Unwägbarkeiten kosten mich Nerven, es ist genug.
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Zwar stand, wie letztens erklärt, Berlins erste städtische Turnhalle Wikipedia zum Trotz gar nicht in Kreuzberg. Dafür lag kurz vor der Grenze zu Mitte ein Ort gepflegter Leibesübungen: die Klugesche Privat-Turnanstalt
By Unknown - Postkarte von 1903, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61372159
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»Gebaut wurde das Gebäude 1864 in der Prinzenstraße 56 in Kreuzberg.« Zwanzig Jahre den Bezirk zu erkunden, ohne auf die Zentralturnhalle zu stoßen – das ist mein Bankrott.
Loescher & Petsch [Public domain], via Wikimedia Commons
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Das ist eine Glückwunschkarte, denn am 19. Januar haben Sie Geburtstag. So wie ich! Doch weit mehr verbindet uns. Genauer: mich mit Ihnen. Sie kennen mich ja nicht.
Von unbekannt â unknown - Scan aus dem Buch Adolf GlaÃbrenner von Ingrid Heinrich-Jost, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia
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Eine lehrreiche »mathematische Aufgabe« von Adolf Glaßbrenner: »Wenn die Prügelstöcke für ein Volk anderthalb Elle lang und einen Zoll dick sind, wie lang ist dann der Geduldfaden dieses Volkes?«
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Als sein »Deutsches Dichter-Album« Ende Mai 1951 vollendet war, schrieb Theodor Fontane an Bernhard von Lepel: »Hätt ich doch nur erst die Gelder! Der Kerl soll doch ein richtiger Buchhändler i. e. Gauner sein.«
Horst Ziegenfusz, Historical museum [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]
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»Niemand von uns dachte an eine Gewalttat. Wir wollten nur zeigen, dass die Arbeiterfrauen auch da sind und wollten unsere Rechte anmelden.« Die Polizei kam zu Pferde.
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Letztens kämpfte sich über der Zossener Brücke eine fahrradmobile Oma den von immer jungen, immer fitten, leider auch immer etwas dämlichen Gentrifikant*innen für ihresgleichen erdachten »Velo-Loop« hinauf ...
Lienhard Schulz/www.gnu.org/copyleft/fdl.html/CC BY 2.5/creativecommons.org/licenses/by/2.5/Wikimedia Commons
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Zuletzt stand der Bezirk 1991 im Fokus des Schinkel-Wettbewerbs. Da hielt es der »Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e. V.« wohl für nötig, Kreuzberg mal wieder seinem »Ideen- und Förderwettbewerb« auszuliefern.
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Gottchen, die Mauer. Die Berlin-Förderung erlaubte unschlagbare Studiomieten, zumal für das Studio 2. So hieß nun der erst 1994 in die Ursprungsform zurückversetzte einstige Meistersaal.
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»In meinem Gasthof gegessen, bairisch getrunken und geplaudert«, berichtet Fontane am 19. Januar 1859 seiner Frau, und dass er bei der Preußischen Zeitung anfängt: »Zunächst werd ich ein Mitarbeiter des Feuilleton sein.«