Kreuzberger Notizen

  • 14.12.2018
    »Hätt’ ich doch nur erst die Gelder!« (Sammlung von alten Druckw...

    Gauner, Knauser, Schweinehund

    Als sein »Deutsches Dichter-Album« Ende Mai 1951 vollendet war, schrieb Theodor Fontane an Bernhard von Lepel: »Hätt ich doch nur erst die Gelder! Der Kerl soll doch ein richtiger Buchhändler i. e. Gauner sein.«

    Von Eike Stedefeldt
  • 30.11.2018
    »Unsere Rechte anmelden«: Marie Juchacz (vorn, 3. v. r.) unter d...

    77 zu 84

    »Niemand von uns dachte an eine Gewalttat. Wir wollten nur zeigen, dass die Arbeiterfrauen auch da sind und wollten unsere Rechte anmelden.« Die Polizei kam zu Pferde.

    Von Eike Stedefeldt
  • 16.11.2018
    Am Himmel oben ein »Velo-Loop« (nicht im Bild): Zossener Brücke

    Eine verzogene Platte

    Letztens kämpfte sich über der Zossener Brücke eine fahrradmobile Oma den von immer jungen, immer fitten, leider auch immer etwas dämlichen Gentrifikant*innen für ihresgleichen erdachten »Velo-Loop« hinauf ...

    Von Eike Stedefeldt
  • 02.11.2018
    Ehrengrab von Hermann Blankenstein, Architekt und Stadtbaurat in...

    back2future

    Zuletzt stand der Bezirk 1991 im Fokus des Schinkel-Wettbewerbs. Da hielt es der »Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e. V.« wohl für nötig, Kreuzberg mal wieder seinem »Ideen- und Förderwettbewerb« auszuliefern.

    Von Eike Stedefeldt
  • 19.10.2018
    Als Ort subversiver Akte ist der Meistersaal längst perdu. In Hä...

    Klassik, Pop et Trallala

    Gottchen, die Mauer. Die Berlin-Förderung erlaubte unschlagbare Studiomieten, zumal für das Studio 2. So hieß nun der erst 1994 in die Ursprungsform zurückversetzte einstige Meistersaal.

    Von Eike Stedefeldt
  • 05.10.2018

    62 Taler feucht

    »In meinem Gasthof gegessen, bairisch getrunken und geplaudert«, berichtet Fontane am 19. Januar 1859 seiner Frau, und dass er bei der Preußischen Zeitung anfängt: »Zunächst werd ich ein Mitarbeiter des Feuilleton sein.«

    Von Eike Stedefeldt
  • 21.09.2018
    Das ehemalige Diakonissen-Krankenhaus und heutige Künstlerhaus B...

    Irrungen, Wirrungen

    Sie haben heute vor 50 Jahren, am 21. September 1968, Hans-Werner Klünners Führung zu Theodor Fontanes 17 Berliner Wohnadressen verpasst, von denen allerdings, dies zum Troste, bereits damals nur noch ein Haus stand.

    Von Eike Stedefeldt
  • 07.09.2018

    Lore 2 aka X-Berg Loggia

    Was nicht passt, wird passend gemacht: Wenn die Leidensgeschichte von Zwangsarbeitern während des Faschismus heutigen Neureichenprojekten im Wege steht, finden sich kreative Lösungen.

    Von Eike Stedefeldt
  • 24.08.2018
    Wo David Bowie lebt, ist Punk nicht totzukriegen (Kreuzberger St...

    Kreuzberg Gran Paradiso

    Gerald weiß, dass mein Vorkaufsrecht als Mieter in dieser Wohnlage blanker Zynismus ist, solange ich keine zehn Riesen pro Quadratmeter auf dem Konto habe. Gleich wird er mit dem Mietspiegel wedeln.

    Von Eike Stedefeldt
  • 10.08.2018
    Gouda oder Edamer?

    La dolce vita

    Nach tagelang 35 Grad sind Freund Gerald und ich der Aufnahme fester Nahrung ziemlich abhold. Warme Mahlzeiten würden unsere verdunkelten Wohnungen nur zusätzlich aufheizen ...

    Von Eike Stedefeldt
  • 27.07.2018

    Signatur B 223 Früh

    »Ihre Suche im Verbund erzielte keinen Treffer«, hatte der Rechner der Landesbibliothek dreist behauptet. »Bitte verändern Sie Ihre Suchanfrage.«

    Von Eike Stedefeldt
  • 13.07.2018
    Expressionistisch von Max Taut gestaltetetes Grabmal für den Kau...

    Persönlichkeit Nr. 31 und Co.

    Adressat zeitgenössischer Kritik, aber auch des Nachruhms, ist der Architekt, nicht der Bauherr. Hier ein Fall der klassischen Moderne in Kreuzberg, auch wenn bei näherer Betrachtung alle Wege nach Stahnsdorf führen.

    Von Eike Stedefeldt
  • 29.06.2018
    »Beauftragt, Frau Olga Desmond und den Herzog von Eulenburg abzu...

    Wat, blickdicht? – Na und!

    »›Nacktkultur‹ im Abgeordnetenhause – Olga Desmond auf der Tribüne« titelte im Januar 1909 die Berliner Morgenpost, und huldigte der einzigen Frau im Hohen Haus

    Von Eike Stedefeldt
  • 15.06.2018
    »War mal ein veritabler Kultur- und Medienstandort« – Neuenburge...

    Die fette Kuh des Pharaos

    Mit seinen stark behaarten Unterarmen war der wuchtige Damendarsteller Mieke eher kein »süßer Backfisch«. Manche seiner Witze erinnerten das Blatt Freundschaft und Freiheit an einen »Bouillon-Keller des Berliner Nordens«

    Von Eike Stedefeldt
  • 01.06.2018
    Grab von August Carl Friedrich Hollmann in Berlin-Kreuzberg

    Nüscht mit Wilhelm

    Kein Orden, kein Titel dürfte August Hollmann so gerührt haben wie ein Jahr vor seinem Tod, am 16. Mai 1857, die Umbenennung der Husarenstraße, wo er seit 1848 wohnte

    Von Eike Stedefeldt
  • 04.05.2018

    Vom Tod durch Ersticken

    Welche bittere Ironie: »Dem Deutschen Volke«, das 1933 die Familie Loevy als »volksfremd« verdammen sollte, hatte deren Firma 1916 just jene Zueignung in 60 Zentimeter hohen Bronzelettern übers Reichstagsportal gedübelt

    Von Eike Stedefeldt
  • 20.04.2018
    Gegend um den Görlitzer Bahnhof, in der die meisten Straßen »öst...

    Diesseits von Neuchâtel

    »Die Neuenburger Straße ist eine der außergewöhnlichsten Straßen Kreuzbergs«, hatte Hans W. Korfmann für die Kreuzberger Chronik vom März 2018 investigiert. »Schon ihr Verlauf ist auffällig.«

    Von Eike Stedefeldt
  • 06.04.2018
    »Bauland bringt Geld« – Wertschöpfung im heutigen Kreuzberg

    Was du nicht erforschet

    Liebliche Plauderei, befand ich, als ich mit dem Zweiseiter »Die Neuenburger Straße« in der Kreuzberger Chronik durch war. Der nächste Gedanke war: Stand da etwas über die Neuenburger Straße?

    Von Eike Stedefeldt
  • 23.03.2018
    »In Kreuzberg brennt es. Da riecht die Immobilienwirtschaft Gold...

    Feueralarm in 36

    »In Kreuzberg brennt es. Da riecht die Immobilienwirtschaft Gold«, erklärt Stadtrat Florian Schmidt bei der Jahresversammlung des Berliner Mietervereins und präsentiert »eine Art Feuerwehrinstrument«

    Von Eike Stedefeldt