Kreuzberger Notizen

  • 10.08.2018
    Gouda oder Edamer?

    La dolce vita

    Nach tagelang 35 Grad sind Freund Gerald und ich der Aufnahme fester Nahrung ziemlich abhold. Warme Mahlzeiten würden unsere verdunkelten Wohnungen nur zusätzlich aufheizen ...

    Von Eike Stedefeldt
  • 27.07.2018

    Signatur B 223 Früh

    »Ihre Suche im Verbund erzielte keinen Treffer«, hatte der Rechner der Landesbibliothek dreist behauptet. »Bitte verändern Sie Ihre Suchanfrage.«

    Von Eike Stedefeldt
  • 13.07.2018
    Expressionistisch von Max Taut gestaltetetes Grabmal für den Kau...

    Persönlichkeit Nr. 31 und Co.

    Adressat zeitgenössischer Kritik, aber auch des Nachruhms, ist der Architekt, nicht der Bauherr. Hier ein Fall der klassischen Moderne in Kreuzberg, auch wenn bei näherer Betrachtung alle Wege nach Stahnsdorf führen.

    Von Eike Stedefeldt
  • 29.06.2018
    »Beauftragt, Frau Olga Desmond und den Herzog von Eulenburg abzu...

    Wat, blickdicht? – Na und!

    »›Nacktkultur‹ im Abgeordnetenhause – Olga Desmond auf der Tribüne« titelte im Januar 1909 die Berliner Morgenpost, und huldigte der einzigen Frau im Hohen Haus

    Von Eike Stedefeldt
  • 15.06.2018
    »War mal ein veritabler Kultur- und Medienstandort« – Neuenburge...

    Die fette Kuh des Pharaos

    Mit seinen stark behaarten Unterarmen war der wuchtige Damendarsteller Mieke eher kein »süßer Backfisch«. Manche seiner Witze erinnerten das Blatt Freundschaft und Freiheit an einen »Bouillon-Keller des Berliner Nordens«

    Von Eike Stedefeldt
  • 01.06.2018
    Grab von August Carl Friedrich Hollmann in Berlin-Kreuzberg

    Nüscht mit Wilhelm

    Kein Orden, kein Titel dürfte August Hollmann so gerührt haben wie ein Jahr vor seinem Tod, am 16. Mai 1857, die Umbenennung der Husarenstraße, wo er seit 1848 wohnte

    Von Eike Stedefeldt
  • 04.05.2018

    Vom Tod durch Ersticken

    Welche bittere Ironie: »Dem Deutschen Volke«, das 1933 die Familie Loevy als »volksfremd« verdammen sollte, hatte deren Firma 1916 just jene Zueignung in 60 Zentimeter hohen Bronzelettern übers Reichstagsportal gedübelt

    Von Eike Stedefeldt
  • 20.04.2018
    Gegend um den Görlitzer Bahnhof, in der die meisten Straßen »öst...

    Diesseits von Neuchâtel

    »Die Neuenburger Straße ist eine der außergewöhnlichsten Straßen Kreuzbergs«, hatte Hans W. Korfmann für die Kreuzberger Chronik vom März 2018 investigiert. »Schon ihr Verlauf ist auffällig.«

    Von Eike Stedefeldt
  • 06.04.2018
    »Bauland bringt Geld« – Wertschöpfung im heutigen Kreuzberg

    Was du nicht erforschet

    Liebliche Plauderei, befand ich, als ich mit dem Zweiseiter »Die Neuenburger Straße« in der Kreuzberger Chronik durch war. Der nächste Gedanke war: Stand da etwas über die Neuenburger Straße?

    Von Eike Stedefeldt
  • 23.03.2018
    »In Kreuzberg brennt es. Da riecht die Immobilienwirtschaft Gold...

    Feueralarm in 36

    »In Kreuzberg brennt es. Da riecht die Immobilienwirtschaft Gold«, erklärt Stadtrat Florian Schmidt bei der Jahresversammlung des Berliner Mietervereins und präsentiert »eine Art Feuerwehrinstrument«

    Von Eike Stedefeldt
  • 09.03.2018

    Am Rad drehen

    Im Museum des Kapitalismus ist dieser, juhu, eine klassenlose Gesellschaft und Karl Marx eine Spendendose aus Porzellan.

    Von Eike Stedefeldt
  • 23.02.2018
    Was war noch rasch in Carrizal de Alajuela? (Kaffeeernte in Cost...

    Nicht die Bohne

    Zehn Jahre lang bin ich daran gescheitert, Freund Gerald den Kaffee näherzubringen. Den Gedanken, ihn nachzuschulen, habe ich eben verworfen, als ich auf ein »Kaffee Informationszentrum und Museum« stoße. – In Kreuzberg!

    Von Eike Stedefeldt
  • 26.01.2018
    »Vertreter des Brutalismus«: Treppenhaus in der Akademie der Kün...

    Steht ein Architekt auf der Matte

    Juten Tach, Frollein, ick hab Sie Ihr Haus jebaut ... Erinnerungen an den Kreuzberger Architekten Werner Düttmann, der ein führender deutscher Vertreter des Brutalismus war

    Von Eike Stedefeldt
  • 24.11.2017
    Reliefporträt von Martin Blumner (1827-1901) an dessen Grabstein...

    Altstimmen im November

    Wenn Ihnen ein Fremder über den Weg läuft – oder Sie ihm, da der es nicht mehr kann – und Sie denken: Wo, wann und wie kam der her, so stehen bestimmt der Totensonntag bevor und Sie auf dem nasskalten Friedhof.

    Von Eike Stedefeldt
  • 10.11.2017
    »Zeit der Umorientierung« (Christopher Street Day in Berlin)

    Ablauf der Liegezeit

    Menschen gibt es, die kommen nicht auf die Welt, die sind so selbstverständlich da, dass selbst enge Freunden vergessen, woher sie kamen.

    Von Eike Stedefeldt
  • 27.10.2017

    Zuständigkeiten

    Wer sich meine altmodischen Notizen via Smartphone zu lesen traut, darf sich nicht wundern, wenn ich ihn dafür mit den unschuldigen Anfängen der Telekommunikation behellige.

    Von Eike Stedefeldt
  • 13.10.2017

    Der Preis ist Zeiss

    »Und woran erkenne ich, dass ich Zeiss-Gläser bestelle? Als Hersteller steht da nur eine 8.« Wir seien aber misstrauisch, dreht Herr Z. sein Tablet in unsere Richtung.

    Von Eike Stedefeldt
  • 29.09.2017
    »König Galerie freut sich« – Norbert Bisky in seinem Berliner At...

    Die Boys von St. Agnes

    »Du magst doch Männer«, höre ich und gähne ein »Wenn sie nackt sind« in mein Seniorenhandy. Freund Gerald weiß genau, dass man mich nicht vor neun wecken darf.

    Von Eike Stedefeldt
  • 15.09.2017

    Frau Doktor

    In der »Schätzrunde« können Sie immer Neues und Interessantes erfahren über Ihre und andere Lieblingsstücke, Pretiosen, Kuriositäten, Artefakte, Objekte des täglichen Gebrauchs oder Kurioses, Schmuck ...

    Von Eike Stedefeldt