Zum Inhalt der Seite

Aktionstag gegen Postkonzern TNT

Berlin. Aus Protest gegen die Verweigerung des gesetzlichen Postmindestlohns plant die internationale Gewerkschaftsorganisation UNI einen weltweiten Aktionstag gegen den niederländischen Postkonzern TNT. Sollte TNT dann nicht einlenken, »werden wir Aktionen bei den größten Kunden des Konzerns machen und weltweit zum Boykott aufrufen«, sagte der für den Postbereich zuständige UNI-Präsident Rolf Büttner der Welt vom Montag. TNT ignoriert den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn von acht bis 9,80 Euro pro Stunde in Deutschland. Die Firma, organisiert im Unternehmerverband der privaten Briefdienste, zahlt einen mit der kürzlich gegründeten »Gewerkschaft« der neuen Brief- und Zustelldienste ausgehandelten Stundenlohn von 6,50 bis 7,50 Euro. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 22.01.2008, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!