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Migrationspolitik

Deutlich weniger Menschen beantragen in Deutschland Asyl

Foto: Patrick Pleul/dpa
Weniger los: Wegweiser zur BAMF-Liegenschaft in Frankfurt/Oder

Berlin. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben viel weniger Menschen einen Asylantrag gestellt als im Vorjahreszeitraum. Nach Informationen aus dem Bundesinnenministerium vom Freitag beantragten im ersten Halbjahr 2026 39.646 Menschen erstmals Schutz in Deutschland. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 61.336 Asylerstanträge entgegen. Das waren damals ungefähr halb so viele Erstanträge wie im ersten Halbjahr 2024, als rund 121.000 Asylerstanträge gestellt worden waren.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte nach seinem Amtsantritt im April 2025 eine Intensivierung der Grenzkontrollen verfügt. Außerdem wies er die Bundespolizei an, auch Asylbewerber zurückzuweisen, die aus einem »sicheren Drittstaat« einreisen - mit Ausnahme von Kranken, Schwangeren und anderen Menschen, die besonderer Hilfe bedürfen. Laut Ministerium wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 14.270 Menschen an den deutschen Grenzen zurückgewiesen beziehungsweise »zurückgeschoben«. (dpa/jW)

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Erschienen am 04.07.2026, Inland

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