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Ein Atlas von der Königin

Die Erderwärmung könnte schwerwiegende Folgen für europäische Vogelarten haben. Drei Viertel der auf dem Kontinent beheimateten Vögel haben bis zum Ende des Jahrhunderts mit einer Verkleinerung ihrer Verbreitungsgebiete zu rechnen, wie ein von der Königlichen Vogelschutz-Gesellschaft (RSPB) am Dienstag vorgestellter Atlas zeigt. Durch den Temperaturanstieg könnte sich das Verbreitungsgebiet der einzelnen Arten demnach um durchschnittlich 550 Kilometer nach Nordosten verlagern. Jede Erwärmung um mehr als zwei Grad könne für die Tierwelt zur Katastrophe werden, warnte Mark Avery von der RSPB. Schon jetzt seien bestimmte Klimawandelfolgen unvermeidlich. Den Tieren müsse geholfen werden, sich an die veränderten Umstände anzupassen – zum Beispiel mit der Einrichtung von Naturschutzgebieten. Dem Atlas zufolge sind britische Vogelarten wie der Schottische Kreuzschnabel, der Wellenläufer und die Schneeammer vom Aussterben bedroht, wenn ihre bisherigen Lebensräume durch die Erderwärmung für sie unbewohnbar werden. Andererseits könnte Großbritannien für andere Vogelarten wie den Wiedehopf, den Schwarzen Milan, den Schlangenadler oder den Nachtreiher attraktiv werden. Um sich auf der Insel ansiedeln zu können, müßten die neuen Vogelkolonien entsprechende Lebensbedingungen vorfinden. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.01.2008, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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