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Auftakt imEl-Masri-Prozeß

Memmingen. Zum Auftakt des Brandstiftungsprozesses gegen das CIA-Entführungsopfer Khaled El Masri hat Verteidiger Manfred Gnjidic um Verständnis für den Angeklagten geworben. El Masris Taten könnten nur aus seiner Geschichte heraus verstanden werden, sagte Gnjidic am Montag vor dem Memminger Landgericht. Sein Mandant werde sich »im wesentlichen ganz geständig zeigen« und sich bei allen Betroffenen entschuldigen.

Der Deutsch-Libanese war am 31. Dezember 2003 in Mazedonien unter Terrorismusverdacht festgenommen und mutmaßlich vom US-Geheimdienst CIA nach Afghanistan verschleppt worden. El Masri schilderte dem Gericht ausführlich die Umstände seiner Gefangenschaft. Er sei bedroht und geschlagen, nachts verhört sowie nach einem Hungerstreik zwangsernährt worden.
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In dem Prozeß geht es um eine Brandstiftung in einem Neu-Ulmer Großhandelsmarkt. El Masri soll am 17. Mai zunächst mit seinem Auto eine Tür des Markts eingedrückt, anschließend mit einem Beil zwei weitere Türen eingeschlagen und dann Möbel und Waren in Brand gesetzt haben. Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft dem 44jährigen vor, bei einer Fortbildung einen Mann im Streit geschlagen zu haben. El Masri wird gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Hausfriedensbruch, Brandstiftung und Sachbeschädigung zur Last gelegt. Er sitzt sei Mitte Mai in Untersuchungshaft. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.12.2007, Seite 4, Inland

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