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Streit belastet EU-Afrika-Gipfel

Lissabon. Der Start einer »strategischen Partnerschaft« zwischen Afrika und Europa ist vom Streit über Menschenrechte und Freihandel empfindlich gestört worden. Auf dem ersten EU-Afrika-Gipfel seit sieben Jahren drohten am Wochenende in Lissabon mehrere afrikanische Staaten, ein lange vorbereitetes Handelsabkommen platzen zu lassen. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief mit anmaßend scharfer Kritik am simbabwischen Präsidenten Robert Mugabe sehr kühle Reaktionen mehrerer Staatschefs vom schwarzen Kontinent hervor. Merkel wertete den Gipfel dennoch als Erfolg. Das vorläufige Scheitern des regionalen Handelsabkommens EPA zwischen EU und Afrika bestätigt diese Sichtweise nicht. »Für uns ist es aus«, sagte der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade am Sonntag im Namen mehrerer Kollegen. Die Welthandelsorganisation hat eine Frist bis zum 31. Dezember gesetzt, Die EU will jetzt einen Aufschub erreichen. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.12.2007, Seite 1, Ausland

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