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Teheran wirft den USA Spionage vor

Teheran. Der Iran wirft den USA im Zusammenhang mit dem jüngsten Geheimdienstbericht über das iranische Atomprogramm Spionage vor. Seine Regierung habe Washington deswegen eine formelle Protestnote übermittelt, sagte der iranische Außenminister Manuschehr Mottaki am Samstag. Die Protestnote wurde den Angaben zufolge der Schweizer Botschaft in Teheran übergeben, die seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und dem Iran 1979 die amerikanischen Interessen wahrnimmt. Die US-Geheimdienste hätten die in ihrem Bericht enthaltenen Erkenntnisse offenbar durch Spionageaktivitäten erworben, erklärte Mottaki laut der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA. In dem am vergangenen Montag veröffentlichten Bericht waren Washingtons Geheimdienste zu dem Schluß gekommen, daß der Iran wegen seines Atomprogramms derzeit ­keine akute Bedrohung darstelle.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.12.2007, Seite 6, Ausland

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